Segelfluggruppe Dittingen

Presse-Mitteilung

Hier die offizielle Presse-Mitteilung im Original:

Dittinger Piloten sprechen über die Flugtage

Am vergangenen Freitag fand auf dem Flugplatz Dittingen die ordentliche Herbst-Gruppenversammlung der Segelfluggruppe Dittingen SGD statt. Obmann Beat Jermann konnte dazu im Clublokal 36 Mitglieder und 3 Flugschüler begrüssen.

Im ersten Teil der Versammlung wurden einige Anträge des Vorstandes über Änderungen in den Statuten und diverser interner Reglemente behandelt. Ziel dieser Anpassungen war es, die ehemaligen Piloten besser in der Gruppe verankern zu können. Alle Anträge zu diesem Traktandum wurden mit grossem Mehr angenommen.

Der zweite, und aktuellen Kontext weitaus wichtigere Teil, galt der Nachbearbeitung der Dittinger Flugtage mit dem tödlichen Unfall und anschliessendem Abbruch der Veranstaltung am Sonntag, 23. August 2015. Beat Jermann schilderte den chronologischen Ablauf aus seiner Sicht als Obmann der SGD und Bewohner des Dorfes Dittingen. Er erzählt von einem, in jeder Hinsicht gelungenen Fliegerfest am Samstag und von der jähen Gefühlsänderung nach dem Zusammenstoss der beiden Leichtflugzeuge am Sonntag gegen die Mittagszeit. Jermann schilderte die unmittelbare Reaktion innerhalb der Organisation und die höchst professionelle Arbeit aller Blaulichtorganisationen (Feuerwehr, Polizei und Sanität).

Auch Regina Weibel resümierte ihre Zeit während und nach den Flugtagen. Sie ist als OK-Präsidentin, als Gemeindepräsidentin und als direkte Anwohnerin der Unfallstelle im Dorfkern mehrfach direkt betroffen. Sie erzählte von sehr schweren Momenten, aber auch vom Gefühl der Hilfe und der Solidarität aus allen Richtungen. Nicht zuletzt die Gespräche mit der Bevölkerung und Rettern hätten ihr geholfen, das Ereignis besser einzuordnen und selber auch ein Stück weit zu verarbeiten. Weiter führte sie aus, dass die Rechnung der Flugtage noch nicht abgeschlossen werden konnte. Es könne aber jetzt schon angenommen werden, dass durch die Grosszügigkeit von Sponsoren und Lieferanten ein Defizit vermieden werden kann.

Obmann Beat Jermann berichtete weiter über den, von der Gemeinde Dittingen organisierten Runde Tisch mit der Bevölkerung. Es sei eindrücklich gewesen, wie differenziert die Anwesenden ihr Verhältnis zu diesem Grossanlass wiedergaben. Neben den kritischen Stimmen gab es auch Ideen und Unterstützung für allfällig kommende Flugtage. Sicher hatte dabei auch die Anwesenheit eines Vertreters des Bundesamtes für Zivilluftfahrt BAZL der Bevölkerung gezeigt, dass diese nicht alleine gelassen wird.

Innerhalb der Versammlung wurde dann auch die aktuelle Situation erklärt. Die SGD hat aktiv geholfen den direkt betroffenen Anwohner jegliche Unterstützung im Kontakt mit den verschiedensten Versicherungen zu geben. Die Tatsache, dass immer noch nicht alle sichtbaren Schäden behoben sind, ist durch die vielen involvierten Versicherungen zu erklären. Auch wenn es klar ist, dass eine der Haftpflichtversicherungen die Kosten übernimmt, so streiten sich diese dennoch. In Zusammenarbeit mit dem Aeroclub der Schweiz hat die SGD bereits vor einigen Wochen einen Rechtsanwalt eingeschaltet um den, offensichtlich nötigen, Druck zu machen und war auch bereit einige unbürokratische Hilfe zu leisten.

Der SGD-Obmann Beat Jermann forderte in der Folge die anwesenden Vereinsmitglieder auf, ihre Eindrücke und Meinungen zu äussern. Er tat dies mit dem klaren Hinweis darauf, dass der Verein frühestens an der ordentlichen Generalversammlung im März über eine Weiterführung der Dittinger Flugtage entscheiden wird. Auch die Anwesenden erklärten ihre Betroffenheit über den Unfall und äusserten sich positiv über die Handhabung der schwierigen Situation und Nachbearbeitung durch alle Ebenen. Viele erzählten davon, dass sie in ihrem Umfeld immer wieder Mut gebend auf die Weiterführung des Traditionsanlasses angesprochen werden.

Beat Jermann erklärte dem Verein dann das weitere Vorgehen. Bereits in den nächsten Wochen werden sich das OK und der Vorstand treffen und die vielen Eindrücke, Meinungen und Ideen nochmals zusammentragen. Es wird sich so zeigen, ob und welchen Antrag an die Generalversammlung im Frühjahr gestellt werden kann. In jedem Fall will man sich aber die nötige Zeit geben, um alle Aspekte und Massnahmen zu berücksichtigen.