Segelfluggruppe Dittingen

SGD-Schulungswoche

SGD-Schulungswoche (10. - 14. August 2015)

Die SGD-Schulungswoche hat dieses Jahr in der letzten Ferienwoche stattgefunden! Ein guter Entscheid, nachdem die letzte Woche dieser Art anfangs Juli 2014 ziemlich verregnet wurde. 2015 war das anders. Wir konnten von Montag bis und mit Donnerstag fliegen und das nicht zu wenig: 76 Starts und Landungen mit insgesamt 21 Stunden und einer Minute Flugzeit – das lässt sich sehen! Ich will an dieser Stelle nicht unterschlagen, dass noch andere SGD- Mitglieder auf Platz waren. Deren Flugleistung beziffert sich auf 12 Flüge mit 46 Stunden und drei Minuten totaler Flugzeit. Doch das Ziel von Schulungsflügen ist ja nicht, immer möglichst lange oben zu bleiben oder möglichst weite Strecken zurückzulegen. Das kommt dann erst später...

So begann unsere Schulungswoche mit einer Vorstellungsrunde: Salomée Amstutz, Glenn Borer, David Buchwalder, Ueli Hauser, Nicola Hofmeier, Simo Schlumpf, Marc Vögtli und ich stellten das diesjährige Schülerinnen- und Schülerteam, begleitet von Fluglehreraspirant Florian (Flo) Anklin und der versierten Fluglehrerin und Schlepppilotin Vreni Anklin.

Eines vorweg: Obwohl Alter und Schulungsstand sehr verschieden waren – wobei ich mit meinen 57 Jahren den Altersdurchschnitt um etwa 8 Jahre nach oben drücke – hat das Schülerinnen- und Schülerteam schnell zu einer Einheit zusammengefunden, was sich auch im sofort gegründeten Schulungswochen-Chat auf Whatsapp niederschlug. Da wurde das Mittag- oder Abendessen organisiert, Übernachtungen auf dem Flugplatz geplant oder einfach auch nur Bilder ausgetauscht, unter anderem von plötzlich von Bord gegangenen VW-Passagieren.... Tolle Fliegerkameradschaft eben, wie sie in Dittingen allgemein hochgehalten wird.

Florian Anklin bemühte sich mit ganzer Hingabe, einem jeden gerecht zu werden – bezüglich seiner Förderung und der Anzahl Flüge. Vreni Anklin unterstützte und schleppte unaufhörlich. Was bei uns nach dem vierten Start der Fall war, nämlich eine gewisse Erschöpfung, zeichnete sich bei Florian und Vreni erst nach weit mehr als 20 Starts und Landungen ab.

Florian Anklin hat eine sehr sachliche Art, Flüge von Schülern zu kommentieren und dies hilft, die Eigenreflexion in Gang zu halten. So habe ich von neuem begriffen, wie wichtig es ist, nach einem simulierten Seilriss in unmittelbarer Platznähe nach dem Eindrehen in den Downwind eher vom Platz weg zu fliegen, um genügend Raum zu schaffen für die dann immer noch eher enge Landekurve. Andernfalls überschiesst man leicht und muss - wie ich nach einer engen 70°-Steilkurve in Bodennähe mit gut 130 km/h - nochmals kurven und vergibt sich so viel Pistenraum zum Aufsetzen. Florian hat dann zu guter Letzt eingegriffen... Wir alle haben entscheidende Fortschritte gemacht in diesen vier Tagen. Simo Schlumpf erhielt nach einem längeren Auslandaufenthalt seine Alleinflugberechtigung zurück, so dass auch die LS-4 gut besetzt war. Zum Glück hat Roland Salzmann, im letzten Jahr noch mit von der Partie und inzwischen brevetiert (herzliche Gratulation!), auf die ASW-28 umgeschult. So teilten wir uns die LS-4 vorläufig zu dritt.

Am Donnerstag gesellten sich dann noch einige Ferienpasskinder dazu, betreut von Joel Stampfli. Sie wagten nach einer Theorieeinführung einen ersten Lufthupf in der DG 1001 mit der Winde.Am Abend dieses letzten Schulungstages dann das „Dessert“: Eine aufkommende Gewitterfront mit starken Böen zwang uns zum expressartigen Aufräumen. Alles rein in den Hangar und Tore zu. Fliegen ist eben eine luftige Sache...! Am Freitag schliesslich der Ausklang mit einem ausführlichen Debriefing und einigen bewegenden Worten von Vreni: Segelfliegen ist ein Hobby, das Verantwortung voraussetzt und gewisse Gefahren schlicht mit sich bringt. Viele ihrer Kolleginnen oder Kollegen mussten dies auf tragische Art und Weise erfahren.

Allen Beteiligten, namentlich aber Vreni und Florian Anklin vielen herzlichen Dank für die gelungene Woche!

Daniel Vuilliomenet

(Danke an David und Flo für die Bilder Grinsen)